Schiedsrichter*in werden
Warum nicht einmal etwas anderes versuchen?
Wenn du dich für Fußball interessierst und das Spiel aus einer ganz anderen Perspektive erleben möchtest, bietet dir das Hobby als Fußballschiedsrichter*in eine spannende Möglichkeit. Auch ohne eine aktive Laufbahn als Spieler*in kannst du Woche für Woche auf dem Platz stehen, Verantwortung übernehmen und in Bewegung bleiben. Spielst du selbst noch Jugendfußball, lassen sich beide Tätigkeiten miteinander verbinden.
Bei weiteren Fragen kannst du dich jederzeit an den Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss (KSA) wenden.
Das „Pfeifen“ stärkt Selbstvertrauen, Entschlusskraft und Durchsetzungsvermögen. Dabei bist du kein*e Einzelkämpfer*in: Hinter dir steht eine sportliche Gemeinschaft, die deine Begeisterung für den Fußball teilt. Für jeden Einsatz erhalten Schiedsrichter*innen Spesen und eine Fahrtkostenerstattung. Mit dem Schiedsrichterausweis hast du unter anderem kostenlosen Eintritt zu Spielen der Bundesliga und des DFB-Pokals.
Welche Aufgaben warten auf mich?
In erster Linie leitest du Fußballspiele. Zu jedem Spielauftrag gehören außerdem organisatorische Aufgaben wie der Spielbericht, die Platzkontrolle und Notizen zum Spielverlauf.
Während des Spiels triffst du Entscheidungen und überwachst die Einhaltung der Regeln. Damit du fachlich auf dem aktuellen Stand bleibst, besuchst du monatlich einen Schulungsabend. Dort vermitteln die Lehrwart*innen Regelwissen, beantworten Regelfragen und arbeiten Spielleitungen gemeinsam mit dir auf.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Ein- bis zweimal im Jahr finden in den 29 Kreisen des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) sogenannte Anwärterlehrgänge statt. Dort lernst du die Grundzüge der 17 Fußballregeln kennen und wirst auf deinen praktischen Einsatz vorbereitet.
Die Ausbildung umfasst etwa 15 bis 20 Stunden und verteilt sich auf mehrere Wochen oder Wochenenden. Am Ende stehen eine theoretische und eine praktische Prüfung: ein schriftlicher Regeltest sowie ein Lauftest auf dem Sportplatz. Nach bestandener Prüfung erhältst du schon bald deine ersten Spielleitungen.
Wie melde ich mich zur Ausbildung an?
Die dem FLVW angeschlossenen Vereine melden geeignete Interessent*innen zur Ausbildung an. Sprich deshalb deinen Heimatverein an und frage, ob er dich beim zuständigen Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss (KSA) für den nächsten Lehrgang anmelden kann.
Welche Perspektiven habe ich?
Mit Einsatz und Leistungsbereitschaft kannst du als Schiedsrichter*in oder Schiedsrichterassistent*in in höhere Spielklassen aufsteigen. Der Aufstieg bis zur Kreisliga A der Senioren wird innerhalb des Kreises geregelt. Die Einteilung nimmt die zuständige Schiedsrichteransetzung im FLVW-Kreis vor.
Schiedsrichter*innen für die Bezirksliga werden vom Kreis gemeldet und müssen regelmäßig Prüfungen des Verbandes ablegen. Für weitere Aufstiege zählen die jährlichen Regel- und Lauftests sowie gute Bewertungen bei Spielbeobachtungen. Neutrale Beobachter*innen des FLVW beurteilen die Spielleitung nach festgelegten Kriterien. Die erreichte Punktzahl ist für Auf- und Abstiege zwischen den Spielklassen maßgeblich.
Auch die Tätigkeit im Schiedsrichter-Team als Schiedsrichterassistent*in (SRA) eröffnet eine weitere Perspektive. Die Arbeit mit der Fahne ist nicht weniger anspruchsvoll als die Aufgabe in der Mitte des Spielfeldes. Auf Kreisebene kommen Assistent*innen bei Pokal-, Entscheidungs- und Auswahlspielen zum Einsatz. Ab der Landesliga der Senior*innen werden regelmäßig Assistent*innen benötigt. Dabei sind Einsätze möglich, die zwei bis drei Spielklassen über der eigenen höchsten Klasse als Schiedsrichter*in liegen.
Was macht das Hobby besonders?
Der Weg vom Neuling bis zum erfahrenen Mitglied des Schiedsrichterteams braucht Zeit, lohnt sich aber. Die Tätigkeit stärkt die Persönlichkeit und ermöglicht Erfahrungen im Umgang mit Menschen, die du sonst vielleicht nicht machen würdest. Schiedsrichter*innen sind Teamplayer und Teil einer sportlichen Gemeinschaft. Zugleich kannst du noch lange an Wettbewerbsspielen teilnehmen – auch in einem Alter, in dem viele Spieler*innen ihre aktive Laufbahn bereits beendet haben.
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