Als einer der größten Landesverbände Deutschlands hat es sich der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) zur Aufgabe gemacht, talentierte Spielerinnen und Spieler zu sichten und gezielt zu fördern.
In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Spielerinnen und Spieler nach dem Durchlaufen des FLVW-Förderkonzepts den Sprung in die Nachwuchsleistungszentren der Bundesligavereine oder in eine U-Nationalmannschaft geschafft.
Die Förderung der Juniorinnen erfolgt in den Altersklassen U12, U14, U16 und U19. Junioren werden entsprechend ihrer Geburtsjahrgänge in den Altersklassen U13 bis U18 gefördert.
DFB-Stützpunkte in Deutschland und Westfalen
Die erste Stufe im Talentfördersystem des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Landesverbände bilden die DFB-Stützpunkte. Insgesamt 366 Stützpunkte, davon 32 in Westfalen, ermöglichen eine flächendeckende Sichtung und Förderung junger Talente.
Das Zusammenspiel zwischen den Stützpunkten des DFB-Talentförderprogramms und den Nachwuchsleistungszentren der Lizenzvereine soll sicherstellen, dass leistungswillige Talente erfasst und entsprechend ihrem aktuellen Entwicklungsstand gefördert werden.
Im Fußball lässt sich nur schwer vorhersagen, ob sich ein junges Talent später im Spitzenfußball durchsetzen wird. Gute fußballerische Fähigkeiten im D- oder C-Juniorenalter bilden zwar eine wichtige Grundlage, sind aber keine Garantie für eine spätere Karriere.
Die Entwicklungsverläufe junger Menschen unterscheiden sich erheblich. Einige im Kindesalter herausragende Talente entwickeln sich später weniger stark weiter, während zunächst unauffällige Spielerinnen und Spieler durch spätere Entwicklungsschritte in den Vordergrund rücken.
Der deutsche Fußball darf sich deshalb nicht zu früh ausschließlich auf einen kleinen Kreis vermeintlicher Spitzentalente konzentrieren. Ziel ist es, möglichst viele talentierte und leistungsbereite junge Spielerinnen und Spieler zu erfassen und langfristig zu fördern.
Ziele und Vorteile des DFB-Talentförderprogramms
Unabhängig davon, wo ein Kind in Deutschland Fußball spielt, soll es die gleiche Möglichkeit erhalten, von den Trainerinnen und Trainern des Talentförderprogramms gesichtet zu werden. Das gilt für Vereine in Großstädten ebenso wie für Vereine im ländlichen Raum und für höherklassige Vereine ebenso wie für Kreisligavereine.
Die Sichtung findet nicht nur einmalig, sondern regelmäßig statt. Wird ein Kind als talentiert eingeschätzt, soll es dauerhaft und kontinuierlich gefördert werden.
Das Fördertraining wird von qualifizierten Trainerinnen und Trainern nach einer einheitlichen Methodik durchgeführt und an die individuellen Bedürfnisse der Talente angepasst. Es ergänzt das Vereinstraining und konzentriert sich insbesondere auf die technische und taktische Ausbildung.
Das DFB-Talentförderprogramm richtet sich vor allem im D-Juniorenbereich an eine große Gruppe junger Vereinsspielerinnen und Vereinsspieler. Die Möglichkeit, in das Programm aufgenommen zu werden, kann zusätzliche Motivation schaffen. Gleichzeitig wird die Talentsichtung der Landesverbände durch ein breites Netzwerk qualifizierter Fachkräfte unterstützt.
Die Förderung an den DFB-Stützpunkten verbessert die Qualität und den Umfang des Trainings insbesondere zu Beginn der sportlichen Entwicklung. Besonders leistungsstarke Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspieler können zusätzlich durch die Landesverbände und die Junioren-Nationalmannschaften gefördert werden.
Eine erfolgreiche Talententwicklung setzt die Zusammenarbeit aller Beteiligten voraus. Dazu gehören die Vereine, die DFB-Stützpunkte, die Landesverbände, die Nachwuchsleistungszentren und die Familien der jungen Spielerinnen und Spieler.
Ziel der Förderstruktur ist es, ausreichend Spielerinnen und Spieler für den Spitzenfußball auszubilden. Auch der höherklassige Amateurfußball profitiert von der Entwicklung gut ausgebildeter Nachwuchskräfte.
DFB-Stützpunkte in Westfalen
Gebiet „Nord-Ost“
FLVW-Kreis | Stützpunktort
- Ahaus/Coesfeld I: Südlohn
- Ahaus/Coesfeld II: Osterwick
- Beckum: Enniger
- Bielefeld: Steinhagen
- Paderborn: Paderborn
- Detmold: Lage/Detmold
- Herford: Herford
- Höxter: Brakel
- Lemgo: Lemgo
- Lübbecke und Minden: Hille
- Münster I: Albersloh
- Steinfurt: Hauenhorst
- Tecklenburg: Tecklenburg-Brochterbeck
- Gütersloh: Gütersloh
- Gütersloh: Rheda/B-Regio
Gebiet „Süd-West“
FLVW-Kreis | Stützpunktort
- Lüdenscheid: Lüdenscheid
- Arnsberg: Arnsberg
- Bochum: Bochum
- Hochsauerlandkreis I: Brilon
- Hochsauerlandkreis II: Reiste
- Dortmund: Dortmund-Wellinghofen
- Gelsenkirchen: Glückauf-Kampfbahn
- Hagen: Hagen-Vorhalle
- Herne: Herne
- Iserlohn: Iserlohn-Kalthof
- Lippstadt: Lipperode
- Münster II: Selm
- Olpe: Olpe
- Recklinghausen: Marl
- Siegen/Wittgenstein: Siegen
- Soest: Soest
- Unna/Hamm: Nordbögge
Ansprechperson

