Auseinandersetzung bei E-Juniorenspiel vor Jugendsportgericht

Ein unrühmliches Ende vor dem Jugendsportgericht des FLVW Lippstadt hatte jetzt eine Auseinandersetzung beim E-Juniorenspiel SuS Cappel gegen Viktoria Lippstadt am 04. September.

Dort gerieten zwei zehnjährige Jugendspieler zunächst verbal und dann auch körperlich aneinander. Der Cappeler hatte seinen Gegenspieler beleidigt und bekam vom Viktoria-Spieler als direkte Antwort einen Faustschlag in den Bauch zurück. Insgesamt war an jenem Samstagmittag die Stimmung auf dem Sportgelände in Cappel mächtig aufgeheizt, denn das Jugendsportgericht um seinen Vorsitzenden Jörg Ferkinghoff berücksichtigte in seiner Urteilsbegründung die Tatsache, dass während des Spiels durch die Trainer, Betreuer und Zuschauer eine Menge Unruhe in das Spiel hereingetragen wurde, zugunsten der beiden Jugendspieler. So blieb das Sportgericht in der Höhe der Bestrafung auch deutlich unter der im Allgemeinen für derartige Verfahren ausgesprochen Strafen. Beide Juniorenkicker wurden für jeweils sechs Wochen ab der Sitzung bis einschließlich 16. November 2021 gesperrt. Der Verein SuS Cappel bekam zudem ein Ordnungsgeld in Höhe von 15 € aufgebrummt, weil die zur Einleitung des Sportstrafverfahrens führenden Tatsachen nicht im Spielbericht eingetragen worden waren und auch kein Sonderbericht abgegeben wurde. Auch gegen Viktoria Lippstadt wurde noch ein Ordnungsgeld in Höhe von 30 € festgesetzt. Hier hatten sich die Trainer und Betreuer nicht an die Durchführungsbestimmungen in „Fair-Play-Ligen“ gehalten, denn statt in der vorgeschriebenen Coaching-Zone standen die Verantwortlichen an mehreren Orten rund um das Spielfeld herum. Einen Freispruch gab es dagegen für die beiden jeweiligen Trainer, denn die erhobenen Vorwürfe konnten auch nach durchgeführter Beweisaufnahme nicht nachgewiesen werden.