Leserbrief des Kreisschiedsrichterausschusses

Stellungnahme des Schiedsrichters und des Kreisschiedsrichterausschusses zur Berichterstattung zum Spielabbruch TSV Rüthen II gegen Madridista Lippstadt.

Mit Bedauern haben wir feststellen müssen, dass in der Berichterstattung zum Abbruch des Kreisliga C-Spiels TSV Rüthen II gegen Madridista Lippstadt am 24.03.2019 nicht alle Tatsachen korrekt dargestellt wurden. Insbesondere die Verletzung des Schiedsrichters - also eines ehrenamtlichen Sportlers, die letztendlich sogar zu einem längeren Ausfall geführt hat, ist dabei augenscheinlich nicht richtig bewertet worden.

Zunächst ist festzustellen, dass dies, entgegen der Berichterstattung, der erste Spielabbruch des angesetzten Schiedsrichters Dustin Rittmeyer war. Richtig ist, dass der Dustin in der 35. Minute einen Spurt aufgrund eines stechenden Schmerzes im Bereich der Achillessehne abbrechen musste. In den folgenden Minuten nahmen die Schmerzen bei Belastung weiter zu. Dustin brachte die erste Halbzeit in der Hoffnung auf mögliche Schmerzlinderung durch eine Behandlung in der Pause zu Ende. Die gestellte Frage, ob er sich eine Blase gelaufen habe, verneinte Dustin mit dem Hinweis auf starke Schmerzen im Fersenbereich. Da sich der Schmerz jedoch nicht lindern ließ, wurde das Spiel nach Rücksprache mit der SR-Hotline und dem VKSA Dirk Solzbach abgebrochen. Diese Entscheidung wurde den Beteiligten nicht wie berichtet in der Kabine, sondern neben dem Platz mitgeteilt. Das Spiel abzubrechen war aufgrund der gültigen Richtlinien folgerichtig, da dort lediglich die Übernahme der Spielleitung durch einen angesetzten neutralen SR-Assistenten erlaubt ist.

Vor allem aber mit Blick auf mögliche Benachteiligung einer Mannschaft, war der Spielabbruch unumgänglich. Ein SR, der aufgrund einer Verletzung nicht mehr in der Lage ist zu laufen, kann aus Sicht des KSA ein Fußballspiel nicht mehr ordnungsgemäß zu Ende bringen. Dazu handelte es sich hier um ein Spitzenspiel der Kreisliga C. Wie groß wäre im Nachhinein das Geschrei gewesen, wenn der SR aufgrund seiner Beeinträchtigung dem Spiel nicht mehr hätte folgen können und z.B. ein Tor, einen Strafstoß oder ein sonstiges Vergehen aufgrund seiner Entfernung zum Spielgeschehen nicht korrekt entschieden hätte?

Aus Sicht des KSA wäre es zudem fair gewesen, wenn Dustin vor der Berichterstattung selbst zu seinem Gesundheitszustand befragt worden wäre.

Wir als SR sind in jeglicher Hinsicht bemüht, vertrauens- und respektvoll mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten und sind auch im Gegenzug auf eben dieses Vertrauen und diesen Respekt angewiesen. Inwieweit die zitierten Aussagen der Mannschaftsverantwortlichen dazu beitragen, überlassen wir wertungsfrei der Einschätzung der Leserschaft. Von unserer Seite bieten wir aber gerne eine Regelberatung für Aktive und Verantwortliche in den Vereinen an, insofern Bedarf dafür besteht. Vielleicht könnte dies ja helfen, einige Probleme bereits im Vorfeld abzuklären oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

In diesem Sinne wünschen allen Fußballbegeisterten weiterhin viel Freude am wohl schönsten Hobby der Welt und allen Aktiven viel Erfolg - und natürlich keine Blasen an den Füßen beim neu angesetzten Spieltermin.

 

Mit sportlichen Grüßen

für den Kreisschiedsrichterausschuss

Peter Peppel

und

Schiedsrichter Dustin Rittmeyer