Heftige Spielsperren für zwei B-Jugendspieler

Nach einigen Monaten ohne größere Vergehen musste das Kreisjugendsportgericht des FLVW Lippstadt jetzt mal wieder tätig werden und dabei auch etwas härter durchgreifen. Anlass war eine tätliche Auseinandersetzung zweier B-Juniorenspieler bei der Partie der B-Junioren-Kreisliga A zwischen der JSG Allagen/Sichtigvor und dem SV Westfalia Erwitte.

Bereits in der 14. Spielminute war es dort nach einem Zweikampf zu einem Disput der beiden Spieler gekommen, in dem zunächst gegenseitig bespuckt und beleidigt wurde, ehe der Allagener Spieler letztlich einen Schlag ins Gesicht bekam. Der dadurch erlittene Cut an der Lippe musste anschließend im Krankenhaus genäht werden. Nach den Feldverweisen wurde nun das Kreisjugendsportgericht K19 Lippstadt in Person von Einzelrichter Benedikt Bilstein (Cappel) tätig. Nach Eingang der schriftlichen Stellungnahmen der beteiligten Vereine und Spieler wurde der Erwitter Jugendliche im schriftlichen Verfahren wegen des tätlichen Angriffs auf seinen Gegenspieler für vier Monate bis zum 30. September aus dem Verkehr gezogen. Er muss somit auch zu Beginn der neuen Spielzeit noch zuschauen. Der Allagener Akteur wurde wegen schwerer Beleidigung für acht Wochen bis zum 26. Juli gesperrt. Zugunsten der Jugendspieler wurde bei der Bemessung jeweils berücksichtigt, dass sie bei ihrer Einlassung jeweils Reue gezeigt hatten und die Situation innerhalb der Vereine aufgearbeitet wurde. Bernd Kirchhoff, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses Lippstadt, zeigte sich zufrieden mit der schnellen Urteilsfindung. „Glücklicherweise gibt es in unserem Fußballkreis solche tätlichen Auseinandersetzungen nun sehr selten. Denn so etwas gehört sich in Zeiten des Fair-Play einfach nicht“, so Kirchhoff.